Der Gegen-Staat. Zur politischen Romantik der RAF
| Oktober 28, 2007 | ||
| 20:00 |
(Vortrag) Die Praxis der RAF war eine extreme, d.h. konsequente Form des Staatsfetischismus. Die RAF, das war der Gegen-Staat, der dem Souverän sein Gewaltmonopol entgegenstellte und den Anspruch auf sein ureigenes Recht erhob, Gefangene zu nehmen und über sie zu richten; den Unterschied zu machen zwischen Zivilisten und Kombattanten; zu definieren, was das Volk ist, wer dazu gehört und wer nicht. Dabei hatte die RAF doch mit einer furiosen Kritik an der Praxislosigkeit und dem zähen Objektivismus der Linken begonnen und dagegen die Kraft der Tat gesetzt! Aber sie verblieb im Horizont ihrer bürgerlichen Subjektivität, reproduzierte die schlechte Endlichkeit des Staates en miniature. Schon in ihrem radikalen Existenzialismus ist die politische Romantik angelegt. Read the rest of this entry »
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gepostet am Oktober 10th, 2007 von rotor
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