HALLO, HALLO, WIR WOLLEN UNS EINFACH NICHT KAPUTT MACHEN LASSEN!
WIR SIND KEIN DIENSTLEISTUNGSUNTERNEHMEN DEM ES EGAL IST WER DIE ZECHE ZAHLT!
(also bitte erspart uns weitere kommentare wie: “aber ich lass auch viel geld bei euch” oder “ihr werdet pleite gehen”. dann gehen wir eben pleite! lieber pleite als die ideale verkauft. (ideale nicht gleich ideologie)
WIR WOLLEN u.a. EINE ALTERNATIVE KLUBKULTUR!
(die ist nunmal mit 60& kidz oder 60% aggro druffies oder 60% möchtegern VIPs nicht zu machen)
mal vorab: wir reden hier von den technopartys. für punk konzerte etc. sieht die sache anders aus. denn da geht ja von den ravern eh kaum eineR hin…
zur agit: die agit ist die einzige 100% fremdveranstaltung im zucker. wir machen die tür also nicht selbst. aber auch die agit muss ab 18 sein.
“türpolitik”
wir haben uns jetzt ewig und drei tage dagegen gewehrt eine selektion zu machen. selektion ist ausgrenzung. ausgrenzung ist scheiße.
nur so langsam müssen wir zu sehen, dass wir den raum, das projekt schützen. wenn 60% zwischen 18 und 21 sind fühlen sich nämlich die meisten der DIY-crews die die partys schmeissen nicht mehr wohl. und wir als zucker crew auch nicht. es gibt viele super menschen zwischen 18 und 21 die wir gerne da haben weil ihnen an einer alternativen klubkultur gelegen ist. viele von den beschriebenen 60% machten z.b. auf der robosonic-party allerdings nicht diesen eindruck. menschen denen es egal ist ob sie im stubu, auf einer abiparty oder bei uns tanzen sollten doch bitte, bitte ins stubu gehen! (anm. ich weiß wenig übers stubu und über die durchschnittliche abiparty. vielleicht haben die ja auch gute ansprüche an ihr publikum…)
wir wollen einfach eine publikumsmischung die zu uns passt: freakz, nerds, musicheadz, queers, zecken, tagediebe, schmudddelkinder, hippies, minimalfetischisten, etc.
ich versuch das jetzt mal aufzudröseln:
zu jung: nix gegen 19jährige. aber nicht 60%. (DEUTLICH: meint nicht, dass generell unter 21 nicht reinkommt. es soll bloß nicht überhand nehmen… es geht um die publikumsmischung)
zu kauleiste: niemand der fröhlich grinsend und kauend vorm laden steht wird nur deswegen abgewiesen. jedeR muss für sich selbst entschieden ob er breit oder nüchtern feiern will. wir als club sind verpflichtet den laden sauber zu halten. also drogen im club gehen gar nicht. wer sich zuhause was geschmissen hat und dann losgeht – not our business. ABER wer/welche total verpeilt und finster durch die gegend rennt wird meist nicht mehr zugetraut die ansprüche die wir ans “publikum” stellen zu erfüllen. große pupillen und weiße hiphop oder raverklamotten hinterlassen auch eher den eindruck das ein ansatz des miteinander feierns nicht unbedingt die höchste priorutät im dazugehörigen hirn genießt.
da wären wir schon bei den
prollravern und möchtegern ghettokidz und schickos: die zucker crew steht auf wichtige errungenschaften wie feminismus, antirassismus, antifaschismus, kampf gegen antisemitismus. lustige witze über schwule oder “die alte machts mit jedem” gehen z.b. gar nicht. eine auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen themen führt meist zu einem habitus der nicht mit dem auftretten der prolls und möchtegerns in einklang zu bringen ist. wir unterstellen also bei gewissen körperhaltungen und klamotten das unsere werte nicht respektiert werden. das kann natürlich auch mal die falschen treffen. deswegen: wer trotz eines gesteigerten interesses an einem z.b. sexismus verpönenden clubs unbedingt weiter seine weißen mainstreamklamotten tragen will, sollte das bitte in einzelgesprächen unter der woche klären.
und jetzt noch einen an die die “juhuu selektion” schreien: es geht nicht darum sich geil zu fühlen. es geht um die musik und um einen raum wo alle gleichberechtigt das klangmaterial genießen könnnen. deswegen sei gesagt: genau wie ein macker durch seine ausschweifenden körperbewegungen oder rumgegrölle anderen den raum nimmt in ruhe zu tanzen, genau wie ein girlie (der wohl leider als erfolgsversprechensde methode das sexy sein müssen vermittelt wurde) einem /einer durch übersteigerte selbstdarstellung auf die nerven geht und entspannung verunmöglicht, nimmt ein elitärer, ausschließender geist anderen “noch nicht experten” die möglichkeit/ den raum zur entwicklung.
und ja: wir sind in erster linie ein kulturelles und kein politisches projekt. wir wollen aber eine kultur leben/verteten in der die gleichberechtigung aller inhärent ist. leider müssen einige dinge immer noch und immer wieder gesagt werden um diesen status quo aufrecht zu erhalten bzw zu verbessern.
so zum schluß sei auf die perfect club party hingewiesen. auf den ersten blcik äußert uncool und verkopft. die musik wird trotzdem super sein. nur werden menschen die nur auf die oberfläche schauen wenig anwesend sein. es wird also leer aber entspannt;)
www.myspace.com/perfect_club_project